Erfahrungsbericht
"Dit is der Clou"
Jürgen, der 76 Jahre alt ist, erzählt uns, wie Andreas ihm in seinem Alltag eine große Hilfe ist und sein Leben bereichert.
Lächelnder Mann mit schwarzer Mütze und beiger Sportjacke.
"Dit ist der Clou"
Ich bin 76 Jahre alt, schwul und lebe seit über 30 Jahren mit HIV. In meinem Leben habe ich viel durchgemacht, und die Jahre haben Spuren hinterlassen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Früher war ich ein aktiver Teil der schwulen Community, aber in den letzten Jahren habe ich mich oft zurückgezogen. Die Energie fehlte, der Alltag wurde komplizierter, und ich fühlte mich manchmal ziemlich verloren. Doch dann kam Andreas in mein Leben – und das hat alles verändert. Andreas besucht mich jede Woche, immer mit einem offenen Ohr und einem Lächeln im Gesicht. Wir sitzen dann in meiner kleinen Wohnung, trinken einen Kaffee und reden über alles, was uns beschäftigt – mal ernste Themen, mal einfach nur Quatsch. Andreas hat die Fähigkeit, jede Begegnung leicht und angenehm zu machen. Aber er hilft mir nicht nur mit der emotionalen Unterstützung. Besonders die ganzen Abrechnungen mit der Versicherung, die mir immer Kopfschmerzen bereitet haben, nimmt er mir ab. Ich habe keine Ahnung, wie er es macht, aber er behält immer den Überblick und sorgt dafür, dass alles korrekt abgewickelt wird. Das nimmt mir so viel Stress und gibt mir das Gefühl, wieder Kontrolle über mein Leben zu haben
Zwei Männer lächeln in die Kamera, einer hält eine Popcorntüte mit "KINO" Aufschrift.
Zwei Männer lächeln in die Kamera; der linke trägt eine Mütze und einen beigen Trainingsanzug, der rechte eine schwarze Jacke.
Zwei Männer im Auto unterhalten sich, der Fahrer blickt nach rechts zum Beifahrer.
Zwei Männer lächeln in die Kamera, einer mit Mütze und Bart, der andere in einem schwarzen Adidas-Pullover.
"Soviel worauf ich mich noch freuen kann"
Aber das Beste kommt noch: Einmal im Monat unternehmen wir etwas Besonderes – Kino, Theater oder ein nettes Café. Diese Ausflüge sind für mich wie ein kleines Highlight. Früher hätte ich mich alleine nicht aufgerafft, aber Andreas hat mich wieder rausgeholt. Es tut so gut, einfach mal rauszukommen, Kultur zu genießen und sich ein bisschen verwöhnen zu lassen. Diese Stunden sind so viel wert, weil ich spüre, dass ich nicht allein bin und immer noch ein Teil der Welt da draußen bin. Was ich an Andreas besonders schätze, ist, dass er mich genau so akzeptiert, wie ich bin. Es gibt keine Vorurteile, keine Berührungsängste – er versteht meine Situation, sowohl als älterer schwuler Mann als auch als jemand, der mit HIV lebt. Das ist selten. Diese Akzeptanz und das Gefühl, verstanden zu werden, sind unbeschreiblich wertvoll. Andreas bringt nicht nur Ordnung in meinen Alltag, er bringt auch Wärme und Freude zurück in mein Leben. Dank ihm habe ich das Gefühl, dass ich auch in meinem Alter noch etwas zu erleben habe, dass es immer noch so viel gibt, worauf ich mich freuen kann. Dafür bin ich ihm mehr als dankbar.
Stigmatisierung hat bei uns keinen Platz!
Wir bieten dir praktische Hilfe und einen Umgang, der Vielfalt berücksichtigt. Wir sind respektvoll und besprechen alles klar mit dir, damit du dich in deinem Zuhause sicher fühlen kannst.
Ein älterer Mann in einem tropischen Hemd sitzt an einem unordentlichen Schreibtisch und blättert in einem Sammelalbum.
Respekt & Queersensibilität
Du musst dich nicht erklären. Wir achten auf einen diskriminierungsfreien Umgang und ein gutes Gefühl in deinem Zuhause
Zwei Frauen in einer Küche: eine trinkt Kaffee und die andere gießt Kaffee in eine Kaffeemaschine.
Alltagsnähe & Flexibilität
Du erhältst praktische Unterstützung, die sich ganz an deinem Alltag orientiert. Wir wissen, dass jeder Tag anders ist und möchten dir genau die Hilfe bieten, die du brauchst, ohne dich zu überfordern.
Ein lächelnder Mann telefoniert am Schreibtisch mit einem Computer und einem Notizbuch.
Klare Absprachen
Wir klären gemeinsam Bedarf, Umfang und Ablauf, damit Unterstützung verlässlich planbar wird.
Gruppe von zehn lächelnden Personen in einem hellen Raum, einige tragen Brillen.
Wir sind AlleFarben Alltagshilfe
Wir sind mehr als ein Alltagshilfedienst. Wir sind ein Ort für Menschen, die sich gesehen fühlen wollen. Wir schaffen Alltag, der stützt, verbindet und sichtbar macht. Wir glauben an Vielfalt – und an das Gute, das entstehen kann, wenn Menschen einander respektvoll begegnen.​
Das Besondere an uns – Aus der Community- für die Community
Besonders LSBTI*-Personen berichten häufig von Diskriminierung, fehlender Sensibilität und mangelndem Verständnis in haushaltsnahen Dienstleistungen und Pflegekontexten. Wir kennen diese Erfahrungen aus unserem eigenen Leben – als lesbische, schwule, bi, trans und inter Personen und aus unserer langjährigen Arbeit im Bereich Pflege und Beratung. Wir haben AlleFarben Alltagshilfe gegründet, um eine verlässliche, diskriminierungsfreie und diversitätssensible Unterstützung zu bieten. Unsere Arbeit basiert auf Respekt, Transparenz und dem Wissen, wie wichtig ein sicherer Raum im eigenen Zuhause ist.
Ein Mann in schwarzem T-Shirt hält ein Schild mit der Aufschrift „Vielfalt Leben Vielfalt Pflegen“ bei einer Pride-Parade.
Wir sind Teil der LSBTI*-Community.
Wir wissen, worauf es ankommt, wenn Vertrauen und Respekt nicht verhandelbar sind – und arbeiten so, dass du dich nicht erklären musst.
Erfahrung aus Pflege & Beratung
Mehr als 10 Jahre Erfahrung in Pflegeberatung und Beratungskontexten, u. a. in der Schwulenberatung. Viele aus unserem Team haben in der Pflege gearbeitet und bringen Praxiswissen mit.
Vernetzt
Wir sind in Berlin und bundesweit vernetzt, um Queere Pflege und queersensible Alltagshilfe sichtbar zu machen – Wir sind u.a. im Austausch mit BISS e. V., RUT Berlin, LesLeFam,Mann-O-Meter, der Schwulenberatung, etc...
Sichtbar
Wir bringen das Thema regelmäßig in die Öffentlichkeit – z. B. in Fachartikeln in der Siegessäule, auf Fachveranstaltungen, im Pflegepodcast „Mein Pflegecafé“ und in der Pflegeausbildung.
Engagiert
Wir engagieren uns im Austausch mit Politik und Fachstellen, z. B. mit Landespflegebeauftragten, und wirken an Strategien und Maßnahmen für mehr Sicherheit queerer Menschen im Gesundheitswesen mit.
Warum AlleFarben Alltagshilfe?
Deine Vorteile mit queersensibler Alltagshilfe in Berlin
§ 45a SGB XI anerkannt
Als anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag kannst du viele Leistungen über Pflegekassen-Leistungen abrechnen (z. B. Entlastungsbetrag).
Vier Männer unterschiedlichen Alters posieren lächelnd in einem Raum mit abstrakten Kunstwerken.
Wir sind stolz auf die positiven Rückmeldungen unserer Klientinnen und Klienten, die unsere einfühlsame und professionelle Unterstützung schätzen.
4.9/5
Basierend auf der letzten Kundenumfrage aus 11/2025 mit über 120 Rückmeldungen.
Berlinweit verfügbar
Wir sind für dich da in Berlin! Unser Fokus liegt auf einer respektvollen und persönlichen Betreuung, die genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Sensibilität & Respekt
Unsere Helfer sind speziell geschult, um die Bedürfnisse der LSBTIQ+ Gemeinschaft zu verstehen und zu respektieren.
Passend zu deinem Alltag
Wir besprechen gemeinsam, welche Leistungen du brauchst und in welchem Rhythmus sie am besten zu dir passen.
Lokaler Bezug
Wir sind in den Pflege- und Unterstützungsstrukturen gut vernetzt. So tragen wir die Themen Alltagshilfe und queere Pflege weiter in die Community, zu anderen Unterstützungsangeboten und in die Politik.
Sicherheit & Vertrauen
Alle unsere Mitarbeiter sind sorgfältig ausgewählt, geschult und verfügen über die notwendigen Qualifikationen.
Erfahrungsberichte unserer Kund:innen
Echte Geschichten von Menschen, die unsere fürsorgliche und respektvolle Alltagshilfe erfahren haben.
Lächelnde ältere Frau mit grauem Haar, Brille und blauem Blumenmuster-Oberteil vor grünem Hintergrund.
Renate (81)
Seniorin | Berlin
Renate erzählt uns, wie sie durch die Unterstützung von Betty nun verlässliche und respektvolle Hilfe zu Hause erhält.
Jürgen (76)
Lebt seit 1988 mit HIV | Berlin
Jürgen berichtet, wie ihn die Unterstützung im Alltag unterstützt. Die regelmäßige Begleitung hilft ihm tägliche Aufgaben zu erledigen und trägt zu mehr Selbstständigkeit und mehr Lebensqualität bei.
Lächelnder Mann mit schwarzer Beanie und beiger Trainingsjacke mit weißen Streifen.
Lächelnde Person mit Brille, schwarzem Hemd und schwarzer Jacke mit gelben Blumen auf grünem Hintergrund.
Sasha (26)
ME/CFS hat alles verändert | Berlin
Sasha erzählt, wie die unterstützende Begleitung dabei hilft, nun alltagstaugliche Strukturen zu schaffen, ohne zu überfordern.
Kathi (41) und Stefanie (48)
mit ihrem Sohn Lio | Berlin
Sie sind verheiratet und leben mit ihrem 7-jährigen Sohn Lio, der ADHS hat. Sie berichten, wie verlässliche Alltagshilfe ihre Familie entlastet und ihnen mehr Ruhe und Struktur im Alltag ermöglicht.
Zwei lächelnde Frauen machen ein Selfie mit einem Baby in den Armen.
Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu unseren Dienstleistungen.
01
Wie stellt ihr HIV-Sensibilität sicher – und was bedeutet das für Diskretion im Alltag?
HIV-sensibel heißt: kein Stigma, keine vorschnellen Annahmen, keine Grenzüberschreitungen. Wir behandeln Gesundheitsinfos vertraulich und besprechen mit dir, was überhaupt relevant ist (z. B. Termine, Unterlagen, Medikamentenorganisation – nur wenn du das willst). Diskretion ist auch praktisch: keine Gespräche im Hausflur, keine sichtbaren Hinweise in Dokumenten, keine Weitergabe an Dritte. So bleibt deine Privatsphäre geschützt und du musst nicht „aufpassen“, was im Alltag nebenbei sichtbar wird.
02
Welche organisatorische Hilfe ist bei Versicherungen, Abrechnungen und Post realistisch – und wie behältst du die Kontrolle?
Wir können mit dir Ordnung in Unterlagen bringen, Briefe vorsortieren, To-dos strukturieren und dich beim Ausfüllen/Verstehen unterstützen. Wichtig: Du bleibst entscheidungsfähig. Wir erklären dir verständlich, was ein Schreiben bedeutet, welche Fristen gelten, und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Wenn du möchtest, richten wir ein einfaches System ein (Ordner/Mappe, feste Ablage, Monatsroutine), damit du langfristig weniger Stress hast und nicht alles „auf einmal“ lösen musst.
03
Wie funktioniert Begleitung zu Ärzt:innen oder Behörden – und was, wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast?
Begleitung heißt: Du gehst nicht allein, und du musst nicht alles gleichzeitig managen. Vorher klären wir, was du brauchst: nur dabei sein, mitschreiben, an Fristen erinnern oder Gesprächsstruktur halten. Wenn du Diskriminierung erlebt hast, kannst du das kurz benennen – dann achten wir besonders auf respektvolle Kommunikation und klare Grenzen. Ziel ist ein Termin, nach dem du weißt, was entschieden wurde und was als Nächstes passiert, ohne dich überfordert zu fühlen.
04
Welche Leistungen kann die Pflegekasse typischerweise übernehmen – und welche Nachweise sind dafür wichtig?
Wenn ein Pflegegrad vorliegt, können je nach Situation Leistungen wie Entlastungsleistungen nach §45a SGB XI, Entlastungsbetrag oder Verhinderungspflege relevant sein. Entscheidend sind Budgetstand, Leistungsart und saubere Dokumentation (Datum, Dauer, Art der Unterstützung). Wir können mit dir klären, welche Leistung für deinen konkreten Bedarf am besten passt und was du der Pflegekasse dafür bereitstellen musst. So reduzierst du Nachfragen und vermeidest, dass du Leistungen privat zahlen musst, obwohl Budgets vorhanden wären.
Deine Anfrage an uns
Lass uns über deine Situation sprechen und Unterstützung finden
Wir sind für dich da, wenn du uns brauchst. Ob du Hilfe im Haushalt, eine Begleitung zu Terminen oder Unterstützung bei Ordnung und Unterlagen suchst: Unsere Alltagshilfen stehen dir zur Seite. Gemeinsam finden wir eine Lösung, die zu dir und deinem Alltag passt.
Wir bieten queersensible Unterstützung im Alltag für alle Berliner:innen mit besonderem Fokus auf die LSBTIQ+‒Community und deren unterstützende Personen.