Erfahrungsbericht
„Ein Zimmer nach dem anderen“
Wir sind Kathi (41) und Stefanie (48), verheiratet, verliebt, glücklich und oft auch einfach müde. Unser Sohn Lio ist 7 Jahre alt und hat ADHS.
Zwei lächelnde Frauen machen ein Selfie mit einem Baby.
„Ein Zimmer nach dem anderen“
Wir sind Kathi (41) und Stefanie (48), ein lesbisches Paar, und wir haben ein Kind, Lio (7), mit ADHS. Wir lieben unser Familienleben – und gleichzeitig gibt es Tage, an denen es sich anfühlt, als würde alles gleichzeitig passieren: Schule, Termine, Streit um Socken, plötzliche Wut, dann wieder große Nähe. Nicht, weil Lio „nicht will“, sondern weil Reize, Impulse und Emotionen manchmal schneller sind als alle Pläne. Was uns am meisten erschöpft hat, war dieses Dauergefühl, nie fertig zu werden. Du räumst kurz auf, drehst dich um – und es ist wieder Chaos. Und je unordentlicher es wird, desto schwerer wird es für alle: für Lio, weil es noch mehr Reize sind. Für uns, weil wir immer das Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Dann kam Hatice als Alltagshilfe. Und Hatice hat keine großen Reden gehalten. Hatice hat einfach angefangen – ruhig, freundlich, klar. Hatice macht bei jedem Besuch ein Zimmer. Nicht fünf Sachen gleichzeitig, nicht „wir müssen das jetzt mal richtig durchziehen“, sondern: ein Raum wird wirklich fertig. Das klingt klein, aber es ist riesig. Ein ordentliches Wohnzimmer oder eine aufgeräumte Küche verändert die Stimmung im ganzen Zuhause. Und das zweite, was uns sofort geholfen hat: Hatice spielt auch mal mit Lio. Einfach so. Ohne Programm, ohne pädagogischen Ton, ohne Bewertung. Manchmal sind das 20 Minuten, in denen wir kurz durchatmen können. Ein Kaffee, einmal sitzen, einmal leise sein. Und Lio spürt: Da ist jemand, der da ist, ohne zu fordern.
Frau in blauer Kleidung spült Geschirr in einer Küche mit Fenster.
Frau in Jeans und blauem T-Shirt staubsaugt einen blau-weiß gestreiften Teppich in einem Kinderzimmer.
Zwei Frauen spielen mit einem Baby auf dem Boden, während eine Frau im Hintergrund ein Zimmer aufräumt.
Kleine Schritte, großer Effekt
Seit Hatice da ist, haben wir das Gefühl, dass unser Alltag wieder besser zu schaffen ist. Nicht perfekt. Aber so, dass wir nicht jeden Tag am Limit sind. Es tut gut, dass Hatice genau das übernimmt, was bei uns den größten Effekt hat: Ordnung an einem konkreten Ort – und zwischendurch etwas Entlastung, weil Lio Aufmerksamkeit bekommt, die gelassen bleibt. Und was für uns als Familie genauso wichtig ist: Bei Hatice müssen wir nichts erklären. Weder, dass wir ein Lesbenpaar sind, noch dass ADHS nicht „schlechte Erziehung“ ist. Es geht um Respekt, um ein gutes Miteinander und um praktische Hilfe, die im Alltag wirklich ankommt.
Was du mit AlleFarben bekommst
Wir bieten dir praktische Hilfe und einen Umgang, der Vielfalt berücksichtigt. Wir sind respektvoll und besprechen alles klar mit dir, damit du dich in deinem Zuhause sicher fühlen kannst.
Ein Mann in einem tropischen Hemd sitzt an einem überfüllten Schreibtisch und blättert in einem Sammelalbum.
Respekt & Queersensibilität
Du musst dich nicht erklären. Wir achten auf einen diskriminierungsfreien Umgang und ein gutes Gefühl in deinem Zuhause
Zwei Frauen in einer Küche; eine lächelt mit einer Tasse, während die andere Kaffee zubereitet.
Alltagsnähe & Flexibilität
Du erhältst praktische Unterstützung, die sich ganz an deinem Alltag orientiert. Wir wissen, dass jeder Tag anders ist und möchten dir genau die Hilfe bieten, die du brauchst, ohne dich zu überfordern.
Mann mit Glatze telefoniert lächelnd am Schreibtisch, Bildschirm und Notizbuch sichtbar.
Klare Absprachen
Wir klären gemeinsam Bedarf, Umfang und Ablauf, damit Unterstützung verlässlich planbar wird.
Gruppe von zehn lächelnden Personen in einem hellen Raum, einige tragen Brillen.
Wir sind AlleFarben Alltagshilfe
Wir sind mehr als ein Alltagshilfedienst. Wir sind ein Ort für Menschen, die sich gesehen fühlen wollen. Wir schaffen Alltag, der stützt, verbindet und sichtbar macht. Wir glauben an Vielfalt – und an das Gute, das entstehen kann, wenn Menschen einander respektvoll begegnen.​
Das Besondere an uns – Aus der Community- für die Community
Besonders LSBTI*-Personen berichten häufig von Diskriminierung, fehlender Sensibilität und mangelndem Verständnis in haushaltsnahen Dienstleistungen und Pflegekontexten. Wir kennen diese Erfahrungen aus unserem eigenen Leben – als lesbische, schwule, bi, trans und inter Personen und aus unserer langjährigen Arbeit im Bereich Pflege und Beratung. Wir haben AlleFarben Alltagshilfe gegründet, um eine verlässliche, diskriminierungsfreie und diversitätssensible Unterstützung zu bieten. Unsere Arbeit basiert auf Respekt, Transparenz und dem Wissen, wie wichtig ein sicherer Raum im eigenen Zuhause ist.
Mann hält Schild mit der Aufschrift „Vielfalt Leben, Vielfalt Pflegen“ bei einer Pride-Parade.
Wir sind Teil der LSBTI*-Community.
Wir wissen, worauf es ankommt, wenn Vertrauen und Respekt nicht verhandelbar sind – und arbeiten so, dass du dich nicht erklären musst.
Erfahrung aus Pflege & Beratung
Mehr als 10 Jahre Erfahrung in Pflegeberatung und Beratungskontexten, u. a. in der Schwulenberatung. Viele aus unserem Team haben in der Pflege gearbeitet und bringen Praxiswissen mit.
Vernetzt
Wir sind in Berlin und bundesweit vernetzt, um Queere Pflege und queersensible Alltagshilfe sichtbar zu machen – Wir sind u.a. im Austausch mit BISS e. V., RUT Berlin, LesLeFam,Mann-O-Meter, der Schwulenberatung, etc...
Sichtbar
Wir bringen das Thema regelmäßig in die Öffentlichkeit – z. B. in Fachartikeln in der Siegessäule, auf Fachveranstaltungen, im Pflegepodcast „Mein Pflegecafé“ und in der Pflegeausbildung.
Engagiert
Wir engagieren uns im Austausch mit Politik und Fachstellen, z. B. mit Landespflegebeauftragten, und wirken an Strategien und Maßnahmen für mehr Sicherheit queerer Menschen im Gesundheitswesen mit.
Warum AlleFarben Alltagshilfe?
Deine Vorteile mit queersensibler Alltagshilfe in Berlin
§ 45a SGB XI anerkannt
Als anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag kannst du viele Leistungen über Pflegekassen-Leistungen abrechnen (z. B. Entlastungsbetrag).
Zwei Frauen spielen mit einem Baby auf dem Boden, während eine Haushälterin im Kinderzimmer putzt.
Wir sind stolz auf die positiven Rückmeldungen unserer Klientinnen und Klienten, die unsere einfühlsame und professionelle Unterstützung schätzen.
4.9/5
Basierend auf der letzten Kundenumfrage aus 11/2025 mit über 120 Rückmeldungen.
Berlinweit verfügbar
Wir sind für dich da in Berlin! Unser Fokus liegt auf einer respektvollen und persönlichen Betreuung, die genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Sensibilität & Respekt
Unsere Helfer sind speziell geschult, um die Bedürfnisse der LSBTIQ+ Gemeinschaft zu verstehen und zu respektieren.
Passend zu deinem Alltag
Wir besprechen gemeinsam, welche Leistungen du brauchst und in welchem Rhythmus sie am besten zu dir passen.
Lokaler Bezug
Wir sind in den Pflege- und Unterstützungsstrukturen gut vernetzt. So tragen wir die Themen Alltagshilfe und queere Pflege weiter in die Community, zu anderen Unterstützungsangeboten und in die Politik.
Sicherheit & Vertrauen
Alle unsere Mitarbeiter sind sorgfältig ausgewählt, geschult und verfügen über die notwendigen Qualifikationen.
Erfahrungsberichte unserer Kund:innen
Echte Geschichten von Menschen, die unsere fürsorgliche und respektvolle Alltagshilfe erfahren haben.
Lächelnde ältere Frau mit grauem Haar, Brille und blauem Blumenkleid vor grünem Hintergrund.
Renate (81)
Seniorin | Berlin
Renate erzählt uns, wie sie durch die Unterstützung von Betty nun verlässliche und respektvolle Hilfe zu Hause erhält.
Jürgen (76)
Lebt seit 1988 mit HIV | Berlin
Jürgen berichtet, wie ihn die Unterstützung im Alltag unterstützt. Die regelmäßige Begleitung hilft ihm tägliche Aufgaben zu erledigen und trägt zu mehr Selbstständigkeit und mehr Lebensqualität bei.
Älterer Mann mit Bart, schwarzer Mütze und beigem Trainingsanzug, der lachend in die Kamera blickt.
Lachende Person mit schwarzem T-Shirt, schwarzer Jacke mit gelben Blumen und Brille.
Sasha (26)
ME/CFS hat alles verändert | Berlin
Sasha erzählt, wie die unterstützende Begleitung dabei hilft, nun alltagstaugliche Strukturen zu schaffen, ohne zu überfordern.
Kathi (41) und Stefanie (48)
mit ihrem Sohn Lio | Berlin
Sie sind verheiratet und leben mit ihrem 7-jährigen Sohn Lio, der ADHS hat. Sie berichten, wie verlässliche Alltagshilfe ihre Familie entlastet und ihnen mehr Ruhe und Struktur im Alltag ermöglicht.
Zwei Frauen lächeln, die eine hält ein Baby, das gestreifte Kleidung trägt.
Häufig gestellte Fragen
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zu unseren Dienstleistungen. Wir möchten dir alle wichtigen Informationen leicht zugänglich machen.
01
Welche Art von Alltagshilfe entlastet Familien mit ADHS am effektivsten – ohne zusätzlichen Druck?
Oft hilft am meisten: konkrete, überschaubare Ziele pro Termin (z. B. „ein Zimmer fertig“, „Küche resetten“, „Wäschelauf + wegräumen“). Wichtig ist, nicht zu viele Baustellen gleichzeitig aufzumachen. Das senkt Reizüberflutung, schafft sichtbare Ordnung und verbessert Stimmung im ganzen Haushalt. Entlastung heißt auch: Eltern bekommen kurze echte Pausen, statt permanent zu moderieren. Alltagshilfe ist dann wirksam, wenn sie realistisch bleibt und nicht das Gefühl erzeugt, „jetzt muss alles perfekt werden“.
02
Wie geht ihr mit Reizüberflutung, Impulsivität oder wechselnden Tagesformen bei Kindern um?
Wir arbeiten mit klaren, ruhigen Abläufen und ohne Bewertung. Wenn Kinder dabei sind, helfen feste Strukturen: kurze Ansagen, wenig Parallelkommunikation, und vorher vereinbarte Regeln (z. B. welche Räume tabu sind, wann Ruhezeiten gelten). Du entscheidest, ob und wie Interaktion mit dem Kind Teil der Unterstützung sein soll (z. B. kurze Beschäftigung, während du etwas erledigst). Ziel ist ein Termin, der den Alltag stabilisiert, statt neue Konflikte zu erzeugen.
03
Welche Absprachen sind wichtig, damit Alltagshilfe in Familien nicht zur „zusätzlichen Baustelle“ wird?
Kläre drei Dinge vorab: Prioritäten (was hat den größten Effekt), Zuständigkeiten (wer entscheidet im Termin), und Kommunikationsweg (z. B. kurze Notiz nach dem Einsatz, statt lange Gespräche). Lege außerdem Grenzen fest: Was soll nicht verändert werden, welche Ordnungssysteme funktionieren für euch, und wie wird mit sensiblen Themen umgegangen. Wenn das steht, wird Hilfe planbar und du vermeidest das typische Problem, dass Unterstützung zwar gut gemeint ist, aber an eurem Familienalltag vorbeiläuft.
04
Kann ich Unterstützung bekommen, auch wenn kein Pflegegrad vorliegt – und was wären dann sinnvolle nächste Schritte?
Ja, Unterstützung kann auch ohne Pflegegrad organisiert werden, dann aber häufig privat oder über andere Wege. Wenn du vermutest, dass ein Pflegegrad oder ein anderer Anspruch möglich sein könnte, ist ein strukturierter Check sinnvoll: Welche Einschränkungen bestehen im Alltag, wie konstant ist der Unterstützungsbedarf, welche medizinischen/therapeutischen Unterlagen gibt es. Daraus lässt sich ableiten, ob ein Antrag realistisch ist und welche Beratung sinnvoll wäre. So triffst du Entscheidungen auf Basis von Fakten statt Hoffnung oder Frust.
Deine Anfrage an uns
Lass uns über deine Situation sprechen und Unterstützung finden
Wir sind für dich da, wenn du uns brauchst. Ob du Hilfe im Haushalt, eine Begleitung zu Terminen oder Unterstützung bei Ordnung und Unterlagen suchst: Unsere Alltagshilfen stehen dir zur Seite. Gemeinsam finden wir eine Lösung, die zu dir und deinem Alltag passt.
Wir bieten queersensible Unterstützung im Alltag für alle Berliner:innen mit besonderem Fokus auf die LSBTIQ+‒Community und deren unterstützende Personen.